Der römerzeitliche Kolossalkopf, der Julian dem Apostaten zugeschrieben wird, ist in der Tat ein faszinierendes Kunstwerk, auch wenn er unvollständig und nicht zu Ende gearbeitet worden ist. Wenn die Zuweisung zu Julian korrekt ist, handelt es sich um ein einzigartiges und bedeutendes Stück der antiken Kunstgeschichte, sowohl im Hinblick auf die Darstellung des Kaisers als auch auf die geschichtliche Einordnung.
Julian, bekannt für seine Philosophie und seine Ablehnung des Christentums, wurde oft als "griechischer Gelehrter" dargestellt, was in diesem Kolossalkopf erkennbar ist – der Bart und die Art, wie sein Gesicht und seine Haare wiedergegeben sind, spiegeln diesen intellektuellen Charakter wider. Von Julian gibt es Porträts auf Münzen sowie eine Statue in Paris, die ihn zeigen soll, was aber auch nicht unumstritten ist. Daher wäre der Mainzer Kopf, wenn er tatsächlich Julian darstellt, der einzig erhaltene Kolossalkopf des Kaisers. Ob es sich aber wirklich um ein Porträt des Kaisers, so wie er zu Lebzeiten ausgesehen hat, handelt, ist bis heute nicht abschließend geklärt.
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