Das Bild Vier Jünglinge, das der aus Darmstadt stammende Maler Ludwig von Hofmann (1861-1945) geschaffen hat, wurde direkt aus der hessischen Kunstausstellung 1917 in Darmstadt für die Mainzer Gemäldegalerie angekauft. Von Hofmann war in Dresden, Karlsruhe und Paris ausgebildet, erfolgreicher Maler und Illustrator, selber Lehrender in Weimar und Dresden, bestens vernetzt in akademischen, künstlerischen und literarischen Kreisen in Deutschland und Europa.
In seinem Werk dominieren in der Zeit die lebensreformerischen Ideale: Natürlichkeit, Ungezwungenheit, auch Nacktheit anstelle von Konvention und Zwang. Der neue Mensch strebt in paradiesischer Jugendlichkeit einer sonnenbeschienenen Zukunft entgegen.
In seiner Weimarer Zeit, in den Kreisen um den einflussreichen Schriftsteller und Kunstsammler Harry Graf Kessler, fehlt seinen Werken auch nicht die homoerotische Komponente bei Motivauswahl und Bildgestaltung. Unser Bild zeigt eher eine Sammlung von Haltungsstudien stehender und sitzender schöner junger Männerkörper, die sich auf einem Felsen gruppieren, um gelassen der Sonne entgegenzuschauen. Hier zeigt sich auch deutlich die von Hofmann kultivierte, ihm bisweilen auch vorgeworfene helle bis grelle Farbigkeit, die vielen seiner Bild zu eigen ist.
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