Das italienische Götterbild aus dem späten 17. Jh., das dem Venezianer Andrea Celesti zugeschrieben wird, kam als Geschenk eines Mainzer Bürgers in der Nachkriegszeit in die Gemäldesammlung. In Renaissance und Barock werden häufig Motive der antiken Götterwelt als Vorwand gewählt, um Nacktheit überhaupt darstellen zu dürfen. So auch hier: In einer Waldlandschaft, ganz nah an den vorderen Bildrand gerückt, wird der hell beschienene Körper der Venus, der Göttin von Schönheit, Liebe und Erotik, präsentiert.
Kleine halbgöttliche Wesen, Eroten oder Genien turnen um sie herum, stützen ihre Gliedmaßen, berühren sie – natürlich, kindhaft - ohne allzu erotisch zu wirken. Auch deshalb hat die Nacktheit von Venus etwas Unschuldiges, Reines.
Ovid beschreibt in seinen Metamorphosen, wie die versehentlich durch einen Pfeil ihres Sohnes Amor getroffene Venus sich in den schönen Jäger Adonis, auf unserem Bild am Jagdspeer zu erkennen, verliebt. Wir sehen die entstehende erotische Beziehung noch in der Annäherungsphase.
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