Auf dem Grabaltar für den im Alter von elf Monaten verstorbenen Knaben Hipponicus findet sich in einer Nische über dem Inschriftenfeld die fast vollplastische Figur eines geflügelten nackten Cupido oder Amor. Dieser Göttersohn konnte in der Antike, wie auch die anderen Götter in erhabener, himmlischer, überirdischer Nacktheit dargestellt werden. Die kindliche Nacktheit stellt einen Bezug zu dem Verstorbenen her, der laut Inschrift seiner trauernden Eltern “von schöner Gestalt, dem Cupido an Antlitz und Haltung vergleichbar,… schön wie Apoll“ war, doch „durch den Neid der Himmlischen hörte er auf, ein Gegenstand der Liebe zu sein“.
Das in der Mainzer Innenstadt gefundene Grabmal entstand in der 2. Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr.
Nackte, Amorknaben, Eroten und Putten werden uns in Renaissance und Barock vielfach wieder begegnen.
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