Schon auf spätantiken und mittelalterlichen Bildwerken werden die ersten von Gott erschaffenen Menschen in ihrer in der Bibel erwähnten Nacktheit gezeigt. Der große deutsche Renaissancekünstler Albrecht Dürer malte sie 1507 als idealtypische, schöne Menschen, die auch noch ein heutiges Schönheitsideal erfüllen können. Er zeigt sie im Moment vor dem Sündenfall - also bevor Eva in den erkenntnisbringenden Apfel beißt - anatomisch korrekt konstruiert oder erschaffen, unschuldig und rein, allein die Scham durch zufällig gehaltene Äste bedeckt. Der Maler erhebt mit der monumentalen, da lebensgroß gemalten Darstellung der ersten Menschen einen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.
Wir wissen nicht, für welchen Ort und welchen Auftraggeber Dürer die beiden Tafeln gemalt hat, nur dass sie sehr schnell große Berühmtheit erlangten, mehrfach kopiert wurden und schnell in kaiserlichen, später königlichen Besitz gelangten. Heute hängen sie seit mehr als 300 Jahren im Prado in Madrid.
In Mainz bewundern wir zwei herausragende zeitnahe Kopien.
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