Wirkteppiche aus dem 14. und 15. Jahrhundert wie der „Ursula-Teppich“ waren aufgrund des aufwändigen Fertigungsprozesses personalintensive Arbeiten. Ihre Herstellung kennt selten Namen von Einzelkünstlern, sondern eher städtische Fertigungszentren. Hier sind besonders Frankreich, aber auch Belgien und England und sogar Nürnberg als Standorte zu nennen.
Im Fertigungsprozess übertrug zuerst ein Wirker die Konturen des Motivs mithilfe einer Schablone auf die Kettfäden (also die Fäden, in die etwas gewebt wird). Im nächsten Schritt wurden dann die Motive von der Rückseite seitenverkehrt mit den Schussfäden eingewirkt. Als Material diente Wolle oder Seide. Dabei war es notwendig, die Vorderseite fortlaufend zu kontrollieren, damit die Darstellung auch seitenrichtig entstand.
Vor der Neupräsentation wurde der Bildteppich durch die Wiesbadener Textilrestauratorin Brigitte Dreyspring konservatorisch betreut. Die für diese Maßnahmen entstandenen Kosten übernahm der Verein der Freunde des Landesmuseums Mainz. Dank der Restaurierung präsentiert sich das Textil dem heutigen Betrachter mit seinem für diese Zeit typischen Farbklang.
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