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Veit, Philipp: Marie von Guaita (1815-1859), um 1838 Inv. Nr. MP 2005/5, Öl auf Leinwand

Veit, Philipp: Marie von Guaita (1815-1859), um 1838 Inv. Nr. MP 2005/5, Öl auf Leinwand
GDKE, Landesmuseum Mainz

Marie von Guaita - Philipp Veit

Marie ist erst Anfang 20 und schon Witwe, als sie von Philipp Veit gemalt wird. Sie war die Tochter des ersten Frankfurter Bürgermeisters katholischen Glaubens Johann von Guaita. Ihr erster Ehemann, der Seidenhändler Johann Anton Berna starb bereits im Jahr nach der Hochzeit. 

Philipp Veit, von dem sich das Frankfurter Großbürgerturm in der Zeit gerne porträtieren ließ, zeigt sie in Dreiviertelfigur im weit ausgeschnittenen schwarzen Kleid und seidengefütterter schwarzer Pelisse, einem pelzverbrämten ärmellosen Umhang. Ihr glänzendes ungeflochtenes Haar ist der biedermeierlichen Mode entsprechend mit geradem Mittelscheitel auf halber Wangenhöhe eingeschlagen. Sie schaut gerade aus dem Bild heraus, wirkt gefasst, fast etwas schüchtern, standesbewusst und vornehm. Vor einer nahen hell geputzten Wand mit einem angeschnittenen Pilaster mit plastischen Renaissanceranken stehend, legt sie die rechte Hand leicht auf einen mit grünem Tuch bedeckten Tisch. Ihre Haltung und die Umgebung stehen ganz in der Tradition barocker Adels- und Fürstenporträts. Marie Berna wird 1840 ihren Cousin Ludwig Brentano heiraten.

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