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Domplatz und die Kunstwerke von Karoline Weis

Domplatz und die Kunstwerke von Karoline Weis
© GDKE, Landesmuseum Mainz

Kunstsammlung von Karoline Weis

In den Jahren 1933 und 1935 hat die Gemäldegalerie Mainz, die Vorgängerinstitution des Landesmuseums, einige Kunstwerke aus der Sammlung von Karoline Weis erworben. Diese Sammlung besteht aus mehreren Aquarellen und Kreidezeichnungen, die regionale Darstellungen zeigen. Die meisten Objekte stammen von dem Mainzer Künstler Johann Manefeld. Das bedeutendste Werk der Sammlung ist ein Aquarell von Alfred Mumbächer und zeigt eine Marktszene.

Alfred Mumbächer war einer der berühmtesten Mainzer Maler des zwanzigsten Jahrhunderts. Er wählte vor allem Stadtansichten und Landschaften aus der Region als Motiv. Das Bild, das Karoline Weis dem Landesmuseum verkauft hat, ist ein Aquarell. Es zeigt eine Marktszene hier auf dem Liebfrauenplatz. Mumbächer schafft es eine Szene von Mainz einzufangen, die zwar lebendig und geschäftig wirkt, aber trotzdem nicht hektisch. Es strahlt eine Ruhe und Gemütlichkeit aus und wirkt idyllisch. Durch die unklaren, fast vibrierenden Linien gewinnt man den Eindruck, das Marktgeschehen aus der Distanz zu beobachten, was wiederum das Zusammenspiel von Lebendigkeit und Ruhe unterstützt.

Auf den Kunstwerken aus der ehemaligen Sammlung von Karoline Weis sind kaum Hinweise auf die Provenienz zu finden. Die Ausnahme sind drei Blätter des Künstlers Manefeld.  Auf der Rückseite der Bilder ist ein Monogramm: K.W. →  Karoline Weis. Anhand von Unterschriften von Karoline Weis ist dieses Monogramm eindeutig auf sie zurückzuführen.

Ihre Kunstsammlung lässt darauf schließen, dass sie sich eng mit der Mainzer Region verbunden sah. Die Bilder könnten als idyllische Sehnsuchtsorte verstanden werden. Sie entsprechen damit dem Geschmack vieler Sammler und dem Zeitgeist. Karoline Weis war eine Kunstliebhaberin wie viele andere. Man kann nur spekulieren, warum sie diese Bilder verkauft hat. Es ist möglich, dass Karoline Weis durch die Nazis gezwungen wurde, die Bilder zu verkaufen. Oder sie musste ihre Sammlung abgeben, um schnell an Geld zu kommen. Es gibt Belege dafür, dass sie in Geldnot war.

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