Im Rahmen der Recherchen konnten weitere Verkäufe aus der Sammlung Siegmund Levi identifiziert werden. Beispielsweise fand sich im Bestand des Hessischen Hauptstaatsarchivs in der Steuerakte Siegmund Levis der Hinweis auf den Verkauf eines Teils seiner Sammlung am 8. und 9. Juni 1937 bei Max Perl in Berlin. Im Bericht der Steuerfahndungsstelle werden die dort angebotenen Werke mit einem Wert von 2.065 RM notiert.
Im entsprechenden Auktionskatalog sind die Einlieferer nicht mit Klarnamen aufgeführt. Die Kürzel gleich mehrerer Einlieferer würden auf den Namen Siegmund Levi passen. Zählt man jedoch alle Schätzpreise der vom Einlieferer mit dem Kürzel „L“ eingelieferten Objekte zusammen, so stimmt die Summe mit der im Bericht der Steuerfahndungsstelle angegebenen 2.065 RM genau überein. Bei dem Einlieferer mit dem Kürzel [45] L handelt es sich also mit hoher Wahrscheinlichkeit um Siegmund Levi. Mit Blick auf das Datum der Veräußerungen, wären die Werke sicherlich als NS-Verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut einzustufen.
Link zum Katalog: https://doi.org/10.11588/diglit.8028
mobilewebguide LMM Guide
wird geladen ...
Ein Angebot von satelles.de:
erfahren - erleben - entdecken