Das Relief gehört zu einer Gruppe von Bildwerken, die auf dem Kästrich im Bereich des früheren Legionslagers gefunden worden sind und internationales Renommee genießen. Es ziert die Vorderseite eines Säulensockels, wobei nur noch die Basis der Säule, die er trug, erhalten ist. In welchem baulichen Zusammenhang dieses Architekturteil ursprünglich stand, ist nicht eindeutig geklärt: Entweder war es Teil des Stabsgebäudes des Legionslagers oder eines Säulengangs längs einer der Hauptstraßen des Lagers. Die seitlichen breiten Rillen jedenfalls dienten zum Einfügen von Schrankenplatten zwischen den einzelnen Säulensockeln. Die Verwendung von Lothringer Kalkstein zeigt, dass für den steinernen Ausbau der Lagergebäude, der im letzten Drittel des ersten Jahrhunderts von statten ging, Material von weit hergeschafft wurde. Der Säulensockel war schon in römischer Zeit zweitverwendet worden, d.h. er wurde im 4. Jahrhundert in der zweiten römischen Mainzer Stadtmauer verbaut, die über das Gelände des damals schon aufgelassenen Lagers auf dem Kästrich verlief.
Die Qualität der verschiedenen erhaltenen Reliefs aus dem Legionslager ist nicht einheitlich. Die nackten Germanen zeigen einen eher einfachen, grafischen Figurenstil.
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