Als der in mehrere Teile zerbrochene Grabstein eines namenlosen, in Frontalansicht dargestellten Soldaten 1906 in Mainz-Weisenau aufgefunden wurde, fehlten die Füße der Figur und die erklärende Inschrift. Entweder durch direkte Kriegseinwirkung – das Museum und seine Sammlungen wurden durch Bombentreffer im II. Weltkrieg schwer beschädigt bzw. teilweise zerstört - oder die Wirren der Nachkriegszeit brach dann auch noch der Kopf aus dem nur 12 cm tiefen Grabstein heraus und ging verloren. Nach dem Krieg wurde der Grabstein restauriert und dabei die Füße modern ergänzt, der Bereich des fehlenden Kopfes aber glatt mit Steinersatzmasse ausgefüllt. Jahrzehntelang stand der Soldat kopflos in der Steinhalle, bis 2022 durch Zufall das fehlende Teil im Museumsdepot entdeckt wurde. In einer größeren Restaurierungsaktion wurde der Kopf wieder in den Grabstein eingesetzt und sitzt seitdem wieder wie angegossen, so, als wäre er nie verloren gewesen.
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