Das „Grabmal des Weisenauer Gärtners“ ist mehrfach bemerkenswert. Im Gegensatz zu fast allen anderen Grabsteinen in der Steinhalle stand es bei seiner Auffindung 1926 in Mainz-Weisenau noch an seinem ursprünglichen Platz. Unter dem Sockel hatten sich sogar Reste der Grabbeigaben erhalten: ein Glasfläschchen, das Fragment eines Tonfigürchens, ein Stück geschmolzenes Glas. In der Steinhalle ist nur die auf einem Gesims stehende Figurennische als Teil eines mehrteiligen, ursprünglich 4-5 m hohen Pfeilerdenkmals ausgestellt. Da der Inschriftenblock trotz intensiver Suche nicht gefunden wurde, bleibt das im Hochrelief gearbeitete Ehepaar namenlos. Der Name „Weisenauer Gärtner“ ist eine Kunstbezeichnung, die vom Fundort und der Blume in der linken Hand des Mannes abgeleitet wird. Der sitzende Mann in einheimisch-keltischer und seine stehende Frau in römischer Kleidung, aber mit keltischem Schmuck, haben sich als Einheimische ein auffallendes römisches Pfeilergrabmal zur letzten Ruhe gewählt.
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