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Grabstein des Silius
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Grabstein des Silius

Grabstein des Silius
GDKE, LMMZ
Der Grabstein mit farblicher Darstellung

Der Grabstein mit farblicher Darstellung
GDKE, LMMZ
Detail

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Detail

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GDKE, LMMZ

Blick aus der Vergangenheit

Der Grabstein des Silius, Sohn des Atto, Reiter aus der Ala Picentiana, wurde 1834 in einem Weinberg zwischen Dienheim und Ludwigshöhe (Ldkr. Mainz-Bingen) gefunden. Er gehörte bei seiner Auffindung zu den wenigen römischen Steinen mit noch fast vollständig erhaltener ursprünglicher Bemalung in der Rheinzone. Leider ging die Farbe durch die unsachgemäße Aufstellung des Steins im 19. Jh. im Freien bald verloren. Wenige Farbreste, besonders in der halbrunden Nische, lassen sich heute noch mit bloßem Auge erkennen. Eine gute Vorstellung von der ursprünglichen Farbigkeit vermittelt das 1835 von Johann Lindenschmit angefertigte Aquarell, das 1908 mit neuen Beobachtungen von Heinrich Wallau in einer Zeichnung ergänzt wurde.

Bei neuerlichen Farbuntersuchungen 2024 durch Kolleginnen der Universitäten Mainz und Glasgow gab es eine Überraschung: Im rechten Auge des Dieners im oberen Bildfeld hat sich die mit schwarzer Farbe aufgemalte Pupille erhalten; die Vergangenheit blickt uns damit direkt an.

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