Das Landesmuseum Mainz bewahrt mit weit über 2000 Steinen eine der bedeutendsten Sammlungen römischer Steindenkmäler nördlich der Alpen auf. Neben Grabsteinen von Soldaten und Zivilisten umfasst die Sammlung Altäre, Weihesteine, Reliefs, Architekturteile, Bauinschriften und Meilensteine. Dabei hängt der hohe Anteil militärischer Grabsteine (ca. 300 vollständig erhaltene Steine gegenüber ca. 50 zivilen) mit dem militärischen Charakter des römischen Mainz zusammen. Die meisten Steine wurden nicht an ihrem ursprünglichen Standort gefunden, sondern stammen aus der römischen Stadtmauer des 4. Jhs. n. Chr., wo sie in Zweitverwendung vermauert wurden.
Diese bedeutende Sammlung steht in der sogenannten Steinhalle, die selbst auf eine wechselvolle Geschichte zurückblickt. 1766/67 nach dem Vorbild der Wiener Hofreitschule für den Kurfürsten Emmerich Josef von Breidbach-Bürresheim als Reithalle erbaut, diente sie in der Folgezeit als Theater, Kaserne, Sitz des rheinland-pfälzischen Landtags und als Museumsraum.
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