Der Grabstein wurde von Tiberius Iulius Selvanus, einem Veteranen der syrischen Kohorte, für die 28-jährige Paulla in Auftrag gegeben. Das Verhältnis der beiden zueinander ist aus der Inschrift nicht ersichtlich. Das handwerklich schlecht ausgeführte Grabgedicht ist unvollständig; die einzelnen Sätze wirken ohne Verständnis des Inhalts aneinandergereiht. Für Mainz in dieser Form einmalig sind die Darstellung eines Klappspiegels, eines doppelreihigen Kamms und zweier Salbgefäße sowie der bekrönende Pinienzapfen. Der Grabstein der Paulla wurde 2024 umfassend restauriert. Die Trocken-, Nass- und Laserreinigung, die behutsame Zurückarbeitung der schwarzen Stellen und das Verschließen der größten Risse lassen nun die mindere Qualität des Kalksteins deutlich erkennen; vom Steinmetz geglättete Flächen wechseln mit der porösen Steinoberfläche ab. Trotz der angeführten Mängel bei Material und Inschrift wird das Bestreben des Selvanus deutlich, Paulla einen besonderen Grabstein zu setzen.
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