Der Grabstein des einheimischen Schiffers Blussus und seiner Frau Menimane ist der einzige beidseitig verzierte römische Grabstein in Mainz. Auf der einen Seite sind die beiden Verstorbenen sitzend dem Betrachter frontal zugewandt, auf der anderen Seite ist die älteste römische Schiffsdarstellung nördlich der Alpen zu sehen.
Auf einigen Grabsteinen der Zivilbevölkerung sind gleich mehrere Personen abgebildet, die in ihrer Anordnung an die gestellten Familienfotos der letzten beiden Jahrhunderte erinnern. Aufgrund der Kleidung und der unterschiedlichen Größe werden sie als Vater, Mutter und Kind angesprochen. Nur beim Grabstein des einheimischen Schiffers Blussus und seiner Frau Menimane hat sich die Grabinschrift erhalten. Drei dieser Familiengrabsteine sind durch ein Detail besonders miteinander verbunden: der Blussus-Stein, ein Stein aus Selzen und ein nur noch zur Hälfte erhaltener Stein aus Mainz. Bei genauerem Hinsehen erkennt man auf dem Schoß der Menimane und des Mannes aus Selzen ein Hündchen. Beim Mainzer Stein steht der zu diesem aufblickende Hund zu Füssen seines Herrchens. Auch wenn die Rasse aufgrund des schlechten Erhaltungszustands des Reliefs nicht mehr zu ermitteln ist, zeigen die Tiere, dass sie als Haus- oder Schoßhunde mit zur Familie gehörten und daher zusammen mit dieser auf dem Grabstein verewigt wurden.
Zusatzinformationen: Der Grabstein von Blussus und Menimane (GDKE, Landesmuseum Mainz)
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