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1950-1999 Nach der Shoa

1950-1999 Nach der Shoa

Im Herbst 1945 werden wieder jüdische Gemeinden in Mainz, Koblenz, Trier, Bad Kreuznach und Landau gegründet und erste Beträume eingerichtet.

Vorgänger: Der Deutsch-Israelitische Gemeindebund (1869-1933) war die erste überregionale Dachorganisation jüdischer Gemeinden in Preußen und im Deutschen Kaiserreich.

In Rheinland-Pfalz gilt die Entnazifizierung im September 1951 offiziell als abgeschlossen. Insgesamt hatten die Spruchkammern 299.562 Fälle bearbeitet (bei 2,75 Millionen Einwohnern Ende 1946). Je nach Schwere der Schuld werden die Verantwortlichen in verschiedene Kategorien eingeteilt. Was bei der Entnazifizierung ausbleibt: die juristische Aufarbeitung des Unrechts, das den Juden widerfahren ist.

 

Am 8. November wird der Landesverband der jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz als Zusammenschluss von jüdischen Kultusgemeinden in Rheinland-Pfalz mit Sitz in Mainz gegründet. Der Landesverband ist Mitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland.

Der Wiederaufbau der Wormser Synagoge ist abgeschlossen. Das Projekt ist nicht zuletzt deshalb umstritten, weil es zunächst unwahrscheinlich erscheint, dass eine jüdische Gemeinde sich jemals wieder neu in Worms gründet. Am 3. Dezember findet die Einweihungsfeier statt.

© Stadtarchiv Worms, E0270_030
© Stadtarchiv Worms, E0270_030

Ausbau des seit den 1950ern bestehenden ZWST-Ferienheims (Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.) in Bad Sobernheim zu einem modernen Rehabilitationszentrum. Der Ort steht nun für Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche wie auch für Erwachsene zur Verfügung.

Der Träger- und Förderverein Synagoge Meisenheim erwirbt 1986 das Gebäude der ehemaligen Synagoge. Nach erfolgtem Auf- und Ausbau stellt er es als “Haus der Begegnung” der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Die Räumlichkeiten werden heute als Vortrags- und Konzertsaal sowie als Unterrichtsräume genutzt und beherbergen eine Dauerausstellung zur Geschichte des Judentums im Naheland sowie eine Spezial-Bibliothek mit Judaica.

Veranstaltungsraum „Haus der Begegnung“ Meisenheim – ehemalige Synagoge, © Uli Holzhausen
Veranstaltungsraum „Haus der Begegnung“ Meisenheim – ehemalige Synagoge, © Uli Holzhausen

Die unterzeichnenden Staaten verpflichten sich, NS-verfolgungsbedingt entzogene Kunstwerke zu identifizieren. Gerechte und faire Lösungen mit den Eigentümerinnen und Erben sind zu finden. Hierzu verpflichten sich in Deutschland staatliche und kommunale Stellen 1999 mit der „Gemeinsamen Erklärung“.

Im Dezember 1999 wird der Staatsvertrag zwischen Rheinland-Pfalz und dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden Rheinland-Pfalz unterzeichnet, der die Arbeit des Landesverbands unterstützt. Dazu gehört auch eine jährliche finanzielle Förderung, die an die Mitgliedsgemeinden weitergegeben wird.

Staatsvertrag zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden Rheinland-Pfalz, © Staatskanzlei Rheinland-Pfalz
Staatsvertrag zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden Rheinland-Pfalz, © Staatskanzlei Rheinland-Pfalz

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