Der Code civil trägt wesentlich dazu bei, die rechtliche Stellung der Juden in Rheinland-Pfalz zu verbessern und Diskriminierungen abzubauen. Die rechtliche Gleichstellung und Abschaffung von diskriminierenden Sonderrechten fördern die Integration. Damit verbunden sind aber auch Pflichten wie der Militärdienst.
Dieses von Napoleon erlassene Dekret führt zur Einschränkung von Juden im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich. Berufsverbote und die Einschränkung der Bewegungsfreiheit befördern eine Verschlechterung der Lebensbedingungen. Es ist ein großer Rückschlag für die gesellschaftliche Stellung von Juden in Rheinland-Pfalz.
18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 Wiener Kongress
Mit dem Wiener Kongress 1815 und der Neuordnung Europas nach dem Sturz Napoleons werden zahlreiche Ländergrenzen Europas neu festgelegt und neue Staaten geschaffen. Dabei fällt die Pfalz zunächst an Österreich und 1816 an Bayern, das Großherzogtum Hessen erhält Rheinhessen und das ehemalige Rhein-Mosel-Departement wird Preußen zugeordnet.
Das preußische Judengesetz verleiht allen jüdischen Gemeinden in Preußen, zu denen auch Teile von Rheinland-Pfalz gehören, das Recht, Vereinigungen zu gründen. Gleichzeitig bestimmt es einen sogenannten Gemeindezwang. Das Land wird in Synagogenbezirke aufgeteilt, die eine Synagogengemeinde bilden. Diese Bezirke dienen dazu, die jüdischen Gemeinden zu organisieren und die Synagogen sowie die jüdischen Gemeinden innerhalb dieser Bezirke zu verwalten.
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