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„Alle Juden sind reich“ – Historisch gewachsene Vorurteile verzerren bis heute oft das Bild vom jüdischen Leben und Arbeiten.

Bis zum 13. Jahrhundert ist der Handel hauptsächlich durch Tauschhandel geprägt. Erst danach setzt sich die Geldwirtschaft durch. Christen ist das Zinsgeschäft verboten, Juden erlaubt. Dafür sind ihnen Landbesitz und viele Handwerke untersagt. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie vor allem in Handel und Geldwesen. Auf dem Land sind Vieh-, Tabak- und Weinhandel, Metzgerei und der Vertrieb kosherer Lebensmittel wichtige Erwerbsquellen.

Die Industrialisierung bringt neue Chancen: Jüdische Unternehmer gründen Fabriken, und viele wenden sich freien Berufen wie Anwalt, Arzt oder Tätigkeiten in Presse, Theater, Film und Verlagswesen zu.

Warenhaus Tietz in Mainz

Patent für Tuchhändler Simon Lippmann

Traubenschere

Beschriftete Schiefertafel

Streichholzschachtel der Zündholzfabrik Benedick, Haupt & Co.

Leviten-Kanne (Priester-Kanne)

Erinnerungsmodell an eine Synagoge

Zündholzfabrik der Firma Benedick, Haupt & Co. in Albersweiler, 1924

Weinhandlungen in Bingen

Viehhandel in Brodenbach

Viehmarkt in Kirchberg, nach 1933

Eisenwarenhandlung Moritz Kahn, Pirmasens

Matzenbäckerei Joseph in Laufersweiler, 1937

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