
Im mittelalterlichen Rheinland-Pfalz entstehen lebendige jüdische Gemeinden nicht nur in Städten, sondern auch in kleineren Orten. Spätestens im 14. Jahrhundert sind mehr als 20 jüdische Gemeinden in kleineren Städten nachgewiesen. Als sogenannte Kammerknechte unterstehen die Juden direkt dem Kaiser. Sie erhalten Schutz, Rechte auf Eigentum, Religionsausübung und wirtschaftliche Betätigung sowie Autonomie. in Rechtsfragen in der Gemeinde. Im Gegenzug leisten sie teils erhebliche Abgaben direkt an den Kaiser. Im Alltag liegen Miteinander, Verfolgung, Ausgrenzung und Pogrome oft nah beieinander. So sind Juden bereits im Mittelalter gezwungen, bestimmte Abzeichen auf der Kleidung zu tragen.
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