In Speyer, Worms und Mainz entwickelt sich eine bedeutende jüdische Gelehrtentradition. Sie ist Grundlage für das aschkenasische Judentum. Die Rabbiner der SchUM-Gemeinden genießen in Aschkenas höchste religiöse und rechtliche Autorität. Bei ihnen studieren Schüler aus ganz Europa, darunter auch der später berühmte Talmud-Kommentator Raschi. Ihre Vorschriften und Rechtssatzungen werden 1220 in Mainz als „Takkanot Kehillot SchUM“ verabschiedet. Sie legen den Grundstein für das jüdische Gemeindeleben in Aschkenas und erlangen Vorbildcharakter. Die SchUM-Gemeinden bleiben bis Mitte des 13. Jahrhunderts zentrale Orte des mitteleuropäischen, aschkenasischen Judentums. Die hier verfassten Liturgien und Gebete werden zum Teil bis heute verwendet.
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