Meir ben Baruch, genannt Rabbi Meir von Rothenburg (um 1220-1293) Rabbiner
Meir ben Baruch zählt zu den maßgebenden Gelehrten des aschkenasischen Judentums im 13. Jahrhundert. Um 1220 in Worms geboren, geht er nach einem kurzen Studienaufenthalt in Mainz 1245 nach Rothenburg ob der Tauber und eröffnet eine Talmudhochschule. Seine erhaltene Sammlung mit über 1500 Rechtsgutachten ist die größte in Aschkenas. Als sich die Politik des römisch-deutschen Königs zunehmend gegen Juden richtet, wird er 1286 bei dem Versuch auszuwandern verhaftet. Da der den Juden verbot, ein Lösegeld für ihn zu zahlen, stirbt er 1293 in Gefangenschaft. Erst 1307 kann der Leichnam ausgelöst und in Worms beigesetzt werden. Bis heute ist sein Grab ein hochrangiger Erinnerungsort.
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