Die Migration an den Rhein bietet Jüdinnen und Juden besondere wirtschaftliche Chancen. Sie ist aber auch mit großen Herausforderungen verbunden: Man muss neue Wege finden, die mitgebrachten religiösen Traditionen weiter zu pflegen, sich in der neuen Umgebung zu orientieren und Konflikte mit der Mehrheitsgesellschaft zu vermeiden. Um das jüdische Recht an neue, aktuelle Bedürfnisse und Gegebenheiten anzupassen, werden durch die Gelehrten in den SchUM-Gemeinden Takkanot (Verordnungen und Rechtssatzungen) zu Fragen erlassen, für die es noch keine Vorgaben gibt. Sie regeln das Zusammenleben innerhalb der jüdischen Gemeinden, aber auch das Verhältnis zu den christlichen Nachbarn.
Gershom ben Jehuda (um 960-1028 oder 1040) Rabbiner
Meir ben Baruch (Rabbi Meir von Rothenburg) (um 1220-1293)
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