Im Mittelalter beten Frauen oft in einem eigenen Raum, der Frauenschul, die erstmals in den SchUM-Gemeinden fassbar wird. Sie schließt an die Synagoge an und ist mit Hörfenstern zu dieser geöffnet. Tora-Schrein und Bima fehlen. Im 18. Jahrhundert entstehen dann Frauenemporen in den Synagogen. Mit der Reformbewegung im 19. Jahrhundert wird die strenge Trennung der Geschlechter schrittweise aufgehoben: in liberalen Gemeinden ganz, in orthodoxen besteht sie teilweise bis heute fort.
Tora Die Fünf Bücher Mose am Anfang der Bibel, die im Zeitraum eines Jahres in der Synagoge (d.h. dem jüdischen Sakralbau, dem Gebäude für Versammlungen, Gottesdienste, soziale und kulturelle Veranstaltungen innerhalb der jüdischen Gemeinschaft) gelesen werden; meint auch die Schriftrolle, die im Tora-Schrein aufbewahrt wird.
Liberal Jüdische Konfession, d.h. eine Glaubensrichtung bzw. Untergruppe innerhalb des Judentums, die im Deutschland des 19. Jahrhunderts entstanden ist und für eine Modernisierung der traditionellen Glaubenspraxis und -grundsätze steht. Gegensatz: orthodox, d.h rechtgläubig, strenggläubig. Dies ist eine Strömung innerhalb des Judentums, die alle Gesetze und Gebote der jüdischen Religionsvorschriften strikt befolgt.
Orthodox Rechtgläubig, strenggläubig. Strömung innerhalb des Judentums, die alle Gesetze und Gebote der jüdischen Religionsvorschriften strikt befolgt. Gegensatz: liberal - die Jüdische Konfession (Glaubensrichtung), die im Deutschland des 19. Jahrhunderts entstanden ist und für eine Modernisierung der traditionellen Glaubenspraxis und -grundsätze steht.