Der Wormser Machsor von 1272 ist das älteste erhaltene aschkenasische Festgebetbuch. In hebräischer Kalligrafie geschrieben und kunstvoll illuminiert, enthält er Gebete, Gesänge und Dichtungen für die Feiertage – sowie den ältesten niedergeschriebenen Satz auf Jiddisch. Seit spätestens 1578 war der Machsor im Besitz der jüdischen Gemeinde Worms. Um ihn vor den Nationalsozialisten zu schützen, wurde er außer Landes gebracht. Heute wird er in der Nationalbibliothek von Israel in Jerusalem aufbewahrt und gehört dort zu den wichtigsten Handschriften.
Der Wormser Machsor ist ein Gebetbuch mit ausgesuchten Gebeten und Stellen aus dem Tanach, die an Feiertagen vorzulesen sind. Er enthält u.a. Gebete für Rosch ha-Shana, Jom Kippur und Sukkot. Die Handschrift wurde am Vorabend des jeweiligen Feiertags aus dem aus des Besitzers in die Synagoge getragen und blieb dort bis zum Ende des Festes.
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