Für den Grabstein wurde ein römischer Grabstein wiederverwendet. Die hebräische Inschrift wurde in einem vertieften Schriftfeld eingearbeitet. Die Betonung des jungen Alters der Verstorbenen hebt ihre Weisheit und Wohltätigkeit besonders hervor. Der Grabstein ist damit ein bedeutendes Zeugnis der Sozial- und Kulturgeschichte von Frauen in den SchUM-Gemeinden.
Dies Grabmal steht zu Häupten der Frau Ḥanna,
die verschied mit 19 Jahren,
und in Weisheit wie der des Greisenalters war sie gekrönt,
Tochter unseres Meisters, Herrn Jehuda, ein „Leu in der Gemeinschaft“,
auch in wenigen Jahren war sie fast in allem gepriesen,
sie ließ ihre Seele ausgehen für ihren Nächsten,
und ihr Brot teilte sie reichlich aus,
und Reisekost bereitete sie für den weiten Weg zur Hoffnung,
am Tage der Zerstörung des Allerheiligsten im Jahr 52 der Zählung
verschied sie und mit der Ruhe ihres Heimgangs
ist sie über uns zur Sühnung
(= und mit ihrem Sterben hat sie für uns gesühnt).
Mit den Frauen im Zelte sei ihre Wohnstätte.
Übersetzung: Steinheim-Institut
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