Melancholisch und ohne ein Lächeln, zeigt Rudolf Levy seine Schwägerin Margot Lachmann. Sie sitzt auf einem grünen Sessel vor einer leuchtend blauen Wand. Links neben ihr ist ein Bücherregal, das vermutlich auf ihre eigene schriftstellerische Tätigkeit verweist.
Die Verwendung ungemischter Farben, die Liebe zu dekorativen Mustern – die vielen Einflüsse, die Levy in Paris ab 1903 rund um Henri Matisse aufgenommen hat, prägen sein ganzes Werk.
Levy liebte das Reisen und wohnte in den goldenen 20er Jahren in Berlin. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verließ der jüdische Künstler 1933 Deutschland und ging nach Italien, Paris und weiter nach Mallorca. Nach dem Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges fuhr er von dort mit einem Schiff nach New York, kehrte allerdings 1937 wieder nach Europa zurück. Dort blieb er einige Jahre in Florenz. Als die Stadt von den Deutschen besetzt wurde, war Levy auch hier vor Entdeckung und Deportation nicht mehr sicher. Er wurde 1943 verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Vermutlich starb er bereits auf dem Transport in das KZ.
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