Jules Pascin, eigentlich Julius Mordecai Pincas, ist in Vidin, Bulgarien geboren. Er verbringt als Weltenbummler einen großen Teil seines Lebens in unterschiedlichen Großstädten Europas und in den Vereinigten Staaten. Paris, wo er seit Dezember 1905 lebt, wird für viele Jahre sein Hauptwohnort. Dort schließt er sich der internationalen Künstlergruppe des Café du Dôme an. Auf Anraten des Dichters und Schriftstellers Guillaume Apollinaire ändert er dort seinen Namen von „Pincas“ in „Pascin“. Der Künstler, der stets eine Melone trägt und für sein intensives Partyleben in den Kreisen der künstlerischen Bohème bekannt ist, bekommt den Spitznamen „Prinz von Montparnasse“. Besonders bekannt ist Pascin für seine Porträts, in denen er die Einsamkeit und Verletzlichkeit der Dargestellten festhält. Seine Bilder von Frauen, die oft in intimen Momenten dargestellt sind, wirken selbstbewusst. Dies ist zugleich eine Kritik an der damaligen öffentlichen Zäsur von weiblichen Aktdarstellungen und der damit verbundenen Gesellschaftsprüderie.
(Veröffentlich in der Zeitschrift „Kunst und Künstler“ 1918)
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