Die Farbe ist für Hoehme keine einfache Schicht mehr, sondern eine Masse, der man mit dem Palettenmesser, Rakeln und den Fingern Form, Richtung und Bewegung gibt. Für ihn erweitert sie dadurch ihre rein optische Wirkung, indem sie geformtes plastisches Material wird. Sie entfernt sich immer mehr vom Untergrund und aus der Bildmitte und scheint sich dadurch dem Betrachter zu nähern. Diese damals neuartige Verwendung der Farbe im Bild erfordert auch einen neuen Malprozess: Hoehme legt die Leinwand auf den Boden. Die Farbmasse bearbeitet er unter anderem mit einem Spatel und schichtet sie auf oder zerdrückte sie (Abb. 1).
Mit dem Pinselstil oder den eigenen Fingern kratzt er in die noch feuchte Masse (Abb. 1) oder er drückt Gaze in diese (Abb. 2), um ihr einen verstärkten haptischen Reiz zu geben. Sein Ziel ist es, das Farbempfinden und die Sinneswahrnehmung des Betrachtenden zu steigern und die Farbe losgelöst von der Leinwand dreidimensional zu verwenden.
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