„Aber die Leinwand hat Gott sei Dank 2 Seiten“ so, Kirchner in einem Brief vom 7. Februar 1919. Es ist eine besondere Eigenheit, dass der Künstler oft sowohl die Vorder- wie auch die Rückseite der Leinwand bemalt. Nachgewiesen sind von ihm 138 doppelseitig bemalte Gemälde. Dabei finden sich auf den Rückseiten meist verworfene Gemälde, die er zum Teil auch wieder durch Übermalungen unkenntlich macht.
Die „Landschaft bei Moritzburg“ zeigt auf der Rückseite drei Pferde: im Vordergrund zwei schwarze und ein weißes vor einer violett und türkis stilisierten Landschaft. Ob diese auf seine Leidenschaft für den Zirkus anspielen oder ihn selbst im Zwiespalt mit seinen Frauen bzw. Affären zeigen, bleibt Spekulation. Datiert sind die „Drei Pferde“ um 1923. Sie wurden also viele Jahre später nach der Vorderseite gemalt. Oder sind diese die eigentliche Vorderseite? Denn Kirchner signiert die Landschaft mit „Pferde 23“ auf der heutigen Vorderseite – diese Signatur wurde erst später wieder entfernt und die Rückseite so zur Vorderseite gemacht.
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