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Lovis Corinth - Die Blendung Simsons
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Lovis Corinth, Die Blendung Simsons, 1907, Öl/Leinwand, Inv.-Nr. 892

Lovis Corinth, Die Blendung Simsons, 1907, Öl/Leinwand, Inv.-Nr. 892
© GDKE, Landesmuseum Mainz, Foto: U. Rudischer
Darstellung der Diagonalen in Lovis Corinth, Die Blendung Simsons, 1907, Öl/Leinwand, Inv.-Nr. 892

Darstellung der Diagonalen in Lovis Corinth, Die Blendung Simsons, 1907, Öl/Leinwand, Inv.-Nr. 892
© GDKE, Landesmuseum Mainz, Foto: U. Rudischer

Von der Idee zum Gemälde

Das Vorbild für Corinths monumentales Gemälde ist die Umsetzung des biblischen Themas von Rembrandt (1636, seit 1905, Städel Museum, Frankfurt am Main). Corinth übernimmt in seiner Komposition das dramatische Handgemenge mit dem in einer diagonalen Haltung zu Boden gedrückten Helden, der zugleich das Zentrum des Gemäldes bildet. Alle Personen haben ihre Aufmerksamkeit auf den zu besiegenden Simson gerichtet.

Mit der Vorzeichnung klärt Corinth Details des Bildaufbaus. Er probiert beispielsweise aus, wo er Delila im Hintergrund am besten platzieren kann. Im Gegensatz zu Rembrandts Version und der Zeichnung, spiegelt Corinth für das spätere Gemälde die Komposition. Letztlich gelingt es ihm im fertigen Werk die Dramatik der Handlung zu steigern: So ergänzt er links den Schächer mit der gleich zustechenden Lanze und bekommt dadurch eine zweite Diagonale, die auf Simson gerichtet ist. Dieser ist nah an den unteren Bildrand gesetzt und scheint dadurch fast auf die Betrachtenden zu, gleichsam wie aus dem Bild herauszurutschen.

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