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Max Slevogt, Lybische Wüste, 1914, Öl auf Leinwand, 73,5 x 95 cm, Inv. Nr. 85/2

Max Slevogt, Lybische Wüste, 1914, Öl auf Leinwand, 73,5 x 95 cm, Inv. Nr. 85/2
GDKE, Landesmuseum Mainz

Sand im Pinsel

„Wüstenbild gemalt bei stetem und teils starkem Wind. Alles musste ununterbrochen die Staffelei halten. Windschutz mit Hilfe von Bildleinwand hergestellt.“ So notiert Eduard Fuchs seine Erlebnisse während der Entstehung dieses Gemäldes in sein Tagebuch. Er ist gemeinsam mit dem impressionistischen Maler Max Slevogt während einer 39-tägigen Reise in Ägypten unterwegs.

Slevogt hatte schon immer eine besondere Faszination für das Land, das er nur ein einziges Mal besucht. Wie im Schaffensrausch fertigt er in dieser kurzen Zeit 21 Ölbilder und 25 Aquarelle an! Seine Motive sind dabei nicht die touristischen Ziele, sondern er malt ein ruhendes Kamel, das im Schatten des Simeonklosters ruht.

Auch ein aufziehender Sandsturm hält Slevogt nicht vom Malen ab. Der Sand der Wüste ist heute noch in der Ölfarbe zu finden. Im Vergleich mit seinen pfälzischen Landschaften, die Sie in der Abteilung der Moderne gegenüber finden, wird umso deutlicher, wie es Slevogt gelingt, das gleißende Licht der afrikanischen Sonne einzufangen.

Wüstensand in der Ölfarbe

Wüstensand in der Ölfarbe lässt sich auch auf diesem Gemälde nachweisen, das ebenfalls auf seiner Ägyptenreise entstanden ist und sich heute in der Staatlichen Kunstsammlung Dresden befindet.

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