Der im saarländischen St. Ingbert geborene Maler und Grafiker Albert Weißgerber hat seine Ausbildung an der Kreisbauschule Kaiserslautern, der Kunstgewerbeschule München und an der Akademie der Bildenden Künste München genossen. Abgesehen von einigen kürzeren Aufenthalten in Paris 1905/07, die ihm aber entscheidende Impulse gaben, lag sein Lebensmittelpunkt in München. Er arbeitete für die Zeitschriften Simplizissimus und Jugend, gründete zusammen mit Jawlenski, Paul Klee u. A. 1913 die Neue Münchner Secession, deren erster Präsident er wurde.
Während er mit dem Liegenden Akt gewissermaßen ein Pariser Thema aufgreift, widmet er sich bald darauf biblischen Figuren wie Absalom, Jeremias, David und Goliath und vor allem dem Heiligen Sebastian als ringenden und leidenden Menschen.
Der doch nationalistisch geprägte Akt der freiwilligen Meldung zum Kriegsdienst im August 1914 - als Sechsunddreißigjähriger - scheint im Kontrast zu stehen zur Weltoffenheit seiner früheren Jahre.
Den Nazis galt Weisgerber als entartet, die Kunstgeschichte hat sich der Analyse und Aufarbeitung seines Werks erst in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zugewandt.
mobilewebguide LMM Guide
wird geladen ...
Ein Angebot von satelles.de:
erfahren - erleben - entdecken