Mit seinem ungewöhnlich großen Format und seiner aufwendigen Inszenierung bezeugt das Gemälde das Selbstbewusstsein eines Malers. Wilhelm Lindenschmit der Ältere hatte nämlich mit seinen kurz vorher fertiggestellten Wandbildern in Schloss Hohenschwangau bereits Anerkennung gefunden.
Eigentlich kam solch ein Format im 19. Jhd. nur Herrscherportraits zu. Das Gemälde ist sorgfältig komponiert worden: Im Zentrum des Bildes legen die Eheleute, als Zeichen der Verbundenheit, ihre Hände ineinander. Diese sind von ihren sechs Kindern umgeben, wobei das jüngste links als Säugling in einem Korb am Ofen liegt.
Lindenschmit selbst blickt uns als Familienvater stolz aus dem Bild entgegen. Hinter ihm erkennt man eine Staffelei mit einer Leinwand, die ihn als Künstler ausweist. Aber auch Bücher, die sein Interesse an der Wissenschaft demonstrieren.
Sein malerisches Können zeigt er unter anderem durch die lebendige Darstellung der Kinderporträts, die viele andere biedermeierliche Familienbildnisse der Zeit übertrifft.
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