Philipp Veit hielt sich von 1815 bis 1830 in Rom auf, wo er sich der Künstlergruppe der Nazarener anschloss. Diese hatte sich die altdeutsche und italienische Malerei der Zeit vor Raffael zum Vorbild genommen. Ziel dieser romantischen Bewegung war die Erneuerung der Kunst aufgrund von christlichen Werten. In ihrem Kreis spielte neben der religiösen Malerei und Zeichnung auch das Selbstporträt eine große Rolle.
Kurz nach seiner Ankunft in Rom porträtierte sich der 23 jährige Künstler zwei Mal. Allerdings hat sich nur unser Gemälde erhalten, das andere verbrannte im Münchner Glaspalast 1931.
Für Veit war der Eintritt in die Gruppe der Nazarener ein großer Neubeginn. Dieses Selbstbildnis malt er somit an einem für ihn wichtigen biographischen und künstlerischen Wendepunkt. Der enge, auf das Gesicht konzentrierte Bildausschnitt steigert die Intensität dieser Selbstbefragung.
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