Diese Kleinplastik zeigt einen Mann in Unterhaltung mit einem Löwen – eine phantastische Geschichte, die zu den Gründungsmythen des Christentums gehört. Gemeint ist der Hl. Hieronymus, der die in Hebräische und Griechische überlieferte Bibel um das Jahr 400 in das Lateinische übersetzte. Nach dem er, als Einsiedler in der Wüste lebend, einem Löwen einen Dorn aus der Tatze zog, wurde das Tier zu seinem Hausgenossen. Neben dem Pult befindet sich ein Gefäß, das für Tinte bestimmt ist. Die kleinen Schubladen im Sockel können Schreibfedern und Streusand zum Löschen der Tinte aufnehmen.
Die Darstellung dieses gelehrten und heiligen Mannes war ein überaus passendes Thema für den Schreibtisch eines Erzbischofs und Kurfürsten von Mainz. Denn tatsächlich ist Hieronymus im Gebet, in einer Unterredung mit Gott begriffen.
Verschiedene Inschriften informieren uns u.a. über den Künstler, der das Objekt noch in seinem Todesjahr schuf.
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