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Dionysosflasche
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GDKE, Landesmuseum Mainz


GDKE, Landesmuseum Mainz


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Ein herausragendes Glas

Das Landesmuseum Mainz besitzt eine bedeutende Sammlung römischer Gläser. Zurzeit ist davon nur das wertvollste Stück – die sogenannte Dionysosflasche aus Hohen-Sülzen, Landkreis Alzey-Worms - im Schau!Depot ausgestellt. Das Glas wurde 1869 zusammen mit drei anderen, heute verschollenen Gläsern, darunter die berühmte Schale mit Netzüberfang (Diatret), in einem Sandsteinsarkophag gefunden. Nicht nur seine ungewöhnliche Größe (H. 42 (!) cm) macht das hellgrüne doppelhenkelige Glas bedeutsam; es gehört auch zu den seltenen Zylinderflaschen mit figürlichem Schliffdekor. Dargestellt ist auf einem Podest stehend der Weingott Dionysos, flankiert von Figuren seines Gefolges (Pan, Satyr, Mänade) und seinem Begleittier, dem Panther. Durch den tiefen Hohlschliff und die zusätzliche feine Binnengravur wirken die Figuren sehr plastisch. Noch ist in der Forschung umstritten, ob das Glas im 3. Jahrhundert in einer Kölner oder in einer ostmediterranen Werkstatt hergestellt wurde.


Hängelampe oder Prunkglas? – Die Diatretschale aus Hohen-Sülzen

Diatretgläser gehören zu den kostbarsten Gläsern aus römischer Zeit, die sogar im Umkreis des Kaiserhofes Verwendung fanden. Bis heute sind aus dem gesamten Römischen Reich nur etwa 50 Exemplare bekannt. Die Diatretschale (von lat. diatretus = durchbrochen) aus farblosem Glas besteht aus einer halbkugeligen Innenschale, die durch Glasstege mit einem scheinbar schwebenden gläsernen Netz aus runden Maschen verbunden ist. Auf den Ansatzstellen der Stege sitzen Blüten und Blätter aus Glas. Diatretgläser werden zeitaufwendig aus einem dickwandigen Glasrohling herausgeschliffen. Mit eine Randdurchmesser von ca. 21 cm und einer Höhe von ca. 15 cm ist die Hohen-Sülzener Schale das bisher größte bekannte Netzdiatret überhaupt. Wahrscheinlich diente sie mit einer Halterung aus Metall als Hängelampe oder aber auch nur als reines Prunkstück. Leider besitzt das Landesmuseum Mainz nur noch Fotos des Glases aus der Vorkriegszeit, da die Schale seit 1945 verschollen ist.

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