Es ist eine mystische Stimmung: Durch den Mond zartbeleuchtet ist der Blick auf die berühmte Häuserlandschaft der Insel Capri gemalt. Sanft hebt sich die Stadt vor den dunklen Bergen ab, rechts im Hintergrund sieht man ein kleines Stück Meer. Auf der Dachterrasse sind Menschen zu erkennen: Darunter links ein Musiker mit einer Gitarre und einem Tambourin. Rechts stehen leere Stühle. Vielleicht hat er vorher mit anderen musiziert doch nun sind fast alle Zuhörer gegangen.
Der Sehnsuchtsort Italien hat viele Künstler angezogen, so auch Oswald Achenbach. Aber Achenbach malt nicht das typische „touristische“ Capri, sondern eine geheimnisvolle Mondnacht auf der Insel. Auch wenn es den Anschein hat, ist dies keine reale topografische Landschaft, sondern diese wurde aus verschiedenen Studien im Atelier zusammengesetzt. Achenbach perfektioniert es, beliebte Ansichten in verschiedenen Varianten zu malen – diese verkaufen sich gut und so hatte er weniger Arbeitsaufwand.
„Das A und O der Landschaft“. So wurde Oswald Achenbach gemeinsam mit seinem Bruder Andreas genannt. Beide Brüder waren damals berühmte Maler, die sehr gut verkauften und mit ihren Gemälden sozusagen den Geschmack des Publikums genau trafen. Um sich besser von einander zu unterscheiden, wurde in einer Art Marktaufteilung vereinbart, dass Oswald ab 1850 nur noch italienische Landschaften malen sollte, während sich sein Bruder auf See- und Hafenstücke spezialisierte, wie sie sich ebenfalls in unserer Sammlung befinden.
Zusatzinfo: Mondnacht auf Capri (GDKE, LMMZ)
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