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Schreibschrank
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Peter Schuß (um 1730-1773) Schreibschrank (sog. „Cantourgen“), 1763 Verschiedene Hölzer, Spiegelglas und Beschläge aus Metall Inv.Nr. KH 1990/16

Peter Schuß (um 1730-1773) Schreibschrank (sog. „Cantourgen“), 1763 Verschiedene Hölzer, Spiegelglas und Beschläge aus Metall Inv.Nr. KH 1990/16
GDKE, Landesmuseum Mainz

(GDKE, Landesmuseum Mainz)

Alles aus einer Hand

1762 reicht der Geselle Peter Schuß bei der Mainzer Schreiner-Zunft die Entwürfe für ein Möbel ein. Sechs Monate später liefert er dann sein entsprechendes Meisterstück ab. Fast sämtliche Arbeiten daran hatte er ohne weitere Hilfe durchgeführt.
Von dem eigentlichen Gerüst des Schranks sehen wir nichts mehr, denn das Weichholz ist vollständig mit sog. „Marketerie“ überzogen: millimeterdünne Furnierstücke aus verschiedenen Hölzern überziehen den Korpus wie eine Haut.

Wenn man den Schrank öffnet, kann man auf eine wahre Entdeckungsreise gehen, denn das Innere verbirgt sowohl offensichtliche Schubläden, wie auch Geheimfächer und kunstvolle Mechanismen.

Auf gut Mainzerisch sagt man „Ganturschen“, abgeleitet vom französischen „comptoir“ bzw. lateinischen „contor“ für einen solchen Sekretär.


Luxus und Rationalismus

Ein Prunkmöbel wie der Schreibschrank des Peter Schuß wurde in Handarbeit hergestellt. Alle Arbeitsschritte und die verschiedenen Techniken hatte der angehende Meister vollkommen zu beherrschen. Auch der Entwurf dafür stammte von ihm. Er arbeitete für einen bestimmten Kunden, der oft in Vorauszahlung treten musste.

Zusatzinformation: Luxus und Rationalismus (GDKE, LMMZ)

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