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Koffer mit Messbesteck
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Verschiedene Hersteller Messbesteck- und Koffer mit Messbesteck und Reißzeug des Architekten Maximilian von Welsch, vor / um 1714 Truhe mit drei herausnehmbaren Böden, Instrumente meist Messing, Elfenbein und Holz Inv. Nr. KH Dl 1974/99 Leihgabe der Landesbank Baden-Württemberg

Verschiedene Hersteller Messbesteck- und Koffer mit Messbesteck und Reißzeug des Architekten Maximilian von Welsch, vor / um 1714 Truhe mit drei herausnehmbaren Böden, Instrumente meist Messing, Elfenbein und Holz Inv. Nr. KH Dl 1974/99 Leihgabe der Landesbank Baden-Württemberg
GDKE, LMMZ

Das Besteck des Ingenieurs

Maximilian von Welsch (1671-1745) war in erster Linie Militäringenieur. Die Planung von Befestigungsanlagen mit Wällen, Gräben, ebenen Flächen und unterirdischen Gewölben erfordert exakte Vermessungen und Berechnungen.

Die meisten seiner Instrumente dienen für die vorbereitenden Arbeiten großer Bauvorhaben, aber auch das eigentliche „Reißzeug“ ist vertreten. „Reißen“ meint soviel wie Zeichnen von Plänen.

Die einzelnen Teile stammen von verschiedenen Herstellern aus Frankreich und Deutschland. Der kurmainzische Oberbaumeister, der 1714 vom Kaiser geadelt wurde, hat sich seine Werkzeuge also selbst zusammen gestellt und nicht etwa eine fertige Garnitur gekauft.

In Mainz hat Welsch u.a. das neue Zeughaus entworfen, die heutige Staatskanzlei am Rheinufer. Auch die Rotunde des Schlosses in Biebrich ist sein Werk, ebenso wie die Orangerie in Fulda.

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