Reiseberichte und Malereien auf den chinesischen Porzellanen hatten in Europa eine Idee von einem Land entstehen lassen, in welchem die Menschen im Einklang mit der Natur lebten. Anfangs ging es vor allem darum, ostasiatisches Geschirr zu imitieren, aber den europäischen Tischsitten anzupassen. Relativ schnell erkannte man jedoch eine weitere Möglichkeit, die das deutsche Porzellan bot: Das Herstellen von Figuren, als Tafelzierde oder als selbständige Kunstwerke.
Dass wir hier keinen „Chinesen“ sehen, sondern einen Europäer, der sich als solcher verkleidet hat, zeigt die Art, wie er seinen Tee zu sich nimmt: Auf dem kleinen Tisch steht neben der Kanne das sog. „Koppchen“, wie man es aus China kannte – ein Trinkgefäß ohne Henkel. Getrunken wird hier aber aus der Untertasse, einer gänzlich europäischen Erfindung. So konnte der heiße Tee auf dem Weg aus der Kanne ins Koppchen in die Untertasse etwas abkühlen, bevor man ihn schlürfte.
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