Kunigunde lebte seit 1769 am Hof ihres Bruders mit allen Vorzügen eines kurfürstlichen Lebensstils mit Bällen, Theateraufführungen und Konzerten, sie nahm an Jagden, Turnieren und Schießübungen teil. Die Regentschaft als Fürstäbtissin des Reichsstifts Essen - das vornehmste im römischen Reich - gewährte ihr beträchtliche jährliche Einnahmen, sie war daneben auch eine hervorragende Geschäftsfrau und Unternehmerin, unterstützte und förderte die Eisenindustrie in der Essener Gegend, erwarb mehrere Eisenhütten und ließ mautpflichtige Straßen bauen.
Beide Schwestern waren Mitglieder in teilweise noch bis heute bestehenden Orden mit sehr komplizierten Namen: zum einen des 1668 durch Kaiserin Eleonore gegründeten Sternkreuzordens für katholische hochadelige Damen zur Förderung der Andacht zum heiligen Kreuz, des tugendhaften Lebens und wohltätiger Handlungen, zum anderen des
1766 durch Elisabeth Auguste von Pfalz-Sulzbach gestifteten Hohen Damenordens der Heiligen Elisabeth zu deren Ehren und zur Ausübung der Werke der Barmherzigkeit zugunsten Armer und Notleidender.
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