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5.1 - SchUM – SCHPIRA, WARMAISA, MAGENZA

Seit ihrer Gründung sind die drei jüdischen Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz eng miteinander verbunden. Die Bezeichnung SchUM setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der mittelalterlichen hebräischen Städtenamen Schpira, Warmaisa, Magenza zusammen.

Ihre Talmudschulen sind in Europa hoch angesehen, Gelehrte und Studenten kommen von weit her. Die 1220 verabschiedeten gemeinsamen Satzungen und die in den drei Städten entwickelten Bauformen für Synagogen, Mikwen und Frauenbeträume sowie die Bestattungskultur beeinflussen maßgeblich die Ritualbauten, die Kultur und die Identität des Judentums nördlich der Alpen.

Schin (Sch) = Schpira = Speyer

Waw (U) = Warmaisa = Worms

Mem (M) = Magenza = Mainz

In Mainz entsteht im 10. und 11. Jahrhundert ein jüdisches Viertel. Eine Synagoge ist bereits für die Zeit um 1000 belegt. Die Bauinschriften der Synagoge berichten von den Stiftern und Stifterinnen, ihren Spenden, den Bautätigkeiten und Beträumen. Für Frauen gibt es seit dem 13. Jahrhundert eigene Gebetsräume an den Synagogen – die Fraunschuln.

Die jüdischen Friedhöfe liegen außerhalb der Stadt. Die Grabinschriften in hebräischer Sprache nennen den Namen der Verstorbenen, den Namen des Vaters sowie das Sterbedatum nach dem jüdischen Kalender.

„Die genannte große und mächtige Stadt liegt am Rhein und ist auf der Seite, mit der sie ihn berührt, dicht bebaut und bevölkert, auf der anderen Seite aber leer, hat dort nur wenige Bewohner, hat lediglich die starke, mit nicht wenigen Türmen bewerte Mauer, die sie umgibt.  [...], denn auf der nach Gallien zu gelegenen Seite beengt sie eine mäßige Anhöhe, auf der anderen, nach Germanien schauenden Seite der Rhein. Daher ist sie in der Nähe des Rheins von feinen Gotteshäusern und weltlichen Bauwerken bedeckt und bietet sich nach dem Berge zu dem Weinbau und anderen Nutzungen an.“

Bischof Otto von Freising (gest. 1158), Gesta Friderici I. imperatoris

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