Einer der mächtigsten Kirchenfürsten des Reichs ist Erzbischof Willigis von Mainz (reg. 975-1011). Er ist nicht nur Stellvertreter des Papsts nördlich der Alpen. Als Erzkapellan ist er das Oberhaupt der Hofgeistlichkeit, als Erzkanzler führt er die Aufsicht über die königliche Kanzlei. Er berät die ottonischen Kaiserinnen Theophanu und Adelheid und erzieht den jungen König Otto III.
Als erster Erzbischof im Reich prägt Willigis Münzen mit eigenem Bildnis. Er ist es auch, der Heinrich II. 1002 zum König krönt. Und zwar nicht am herkömmlichen Krönungsort in Aachen, sondern in seiner Metropole Mainz. Eine Platte mit Flechtband-Motiv und Resten alter Farbfassung zeugt von der prächtigen Ausstattung der Krönungskirche des „Alten“ Doms, der heutigen Johanniskirche. Willigis errichtet direkt östlich davon eine neue, imposante Kathedrale. Nachdem sie 1009 am Tag ihrer Weihe abbrennt, wird sofort mit dem Wiederaufbau begonnen.
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