Wie machst du deine Jacke zu? Knopf? Reißverschluss? Eine Kaiserin verwendete dazu eine Fibel, so wie diese hier. Die herausragende Goldschmiedearbeit mit den eindrucksvollen Emaileinlagen zeigt zwar in mehrfacher Hinsicht auch byzantinische Einflüsse, z. B. durch die Verwendung der Adlerfigur, wurde aber um ca. 1000 n. Chr. vermutlich in einer westdeutschen bzw. rheinländischen Werkstatt gefertigt. Ähnliche Verarbeitungsweisen anderer Funde stützen diese Vermutung.
Die Darstellung des Adlers ist ein Symbol, das ausschließlich der herrschenden Elite vorbehalten war. Die Mainzer Adlerfibel kann daher als Schmuck einer Kaiserin angesehen werden und ist ein einzigartiges und eines der prachtvollsten Beispiele mittelalterlicher Goldschmiedekunst.
Sie wurde 1880 im Stadtgebiet von Mainz bei Kanalbauarbeiten gefunden. Die Bauarbeiter versuchten zunächst die Fibel zu verkaufen und den Fundort zu verschleiern. Es konnte jedoch durch anschließende Untersuchungen festgestellt werden, dass sie inmitten von Mauerresten mittelalterlicher Kellerräume im mittelalterlichen Siedlungskern von Mainz gefunden wurde.
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Digitale Kurzführung: Dr. Birgit Heide präsentiert die Adlerfibel
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