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Max Slevogt, Layoutbuch zu Ali Baba und die vierzig Räuber, um 1903, blaues Schulheft mit Tusch- und Bleistiftzeichnungen sowie Cliches, GDKE, Landesmuseum Mainz, Inv. Nr. DL SL NL 2021/108

Max Slevogt, Layoutbuch zu Ali Baba und die vierzig Räuber, um 1903, blaues Schulheft mit Tusch- und Bleistiftzeichnungen sowie Cliches, GDKE, Landesmuseum Mainz, Inv. Nr. DL SL NL 2021/108
GDKE, Landesmuseum Mainz

Von der Zeichnung zum Buch

Das erste gemeinsame Buchprojekt von Max Slevogt und Bruno Cassirer ist Ali Baba. Slevogt fertigt dafür rund 150 Illustrationen an. Er denkt dabei jedoch noch nicht an das spätere fertige Buch.

Der Verleger muss daher eine Auswahl treffen. Er sortiert die Zeichnungen und entwickelt ein Konzept für Typografie und Layout.

Ein weiteres Problem entsteht für Cassirer: Slevogt illustriert nur solche Textstellen, die ihn interessieren. Er achtet nicht darauf, ob die entsprechenden Textstellen dicht beieinander- oder weit auseinander liegen.

Für den Verleger bedeutet das viel Arbeit. Jede Illustration muss an die richtige Stelle im Text gesetzt werden. Damals geschieht das mit Schere, Lineal und Klebstoff – eine mühsame Kleinarbeit.

Das ausgestellte Heft zeigt diesen Prozess sehr anschaulich. Es ist stark zerschnitten. Aber die wenigen erhaltenen Seiten geben einen guten Eindruck. Sie zeigen, wie Künstler und Verleger gemeinsam versuchen, das Buch zu gestalten und die Abbildungen passend einzufügen.


Wie schwierig sich oft die Zusammenarbeit mit Max Slevogt gestaltete zeigt ein Brief von Bruno Cassirer an den Künstler vom 5.3.1901

Sehr geehrter Herr Slevogt,

In der nächsten Zeit kommt leider keiner von uns nach München; wir müssen uns deshalb über die Illustrationsangelegenheit schon schriftlich einigen.

Mit der Wahl von Ali Baba sind wir vollkommen einverstanden. Was nun das Reproduzieren der Zeichnungen betrifft, so können wir keinen Vorschlag machen, bevor wir sie gesehen haben, weil bei der Wahl der Anstalt zu sehr die Technik der Zeichnungen in Frage kommt. Es wäre deshalb sehr angenehm, wenn Sie uns das, was Sie fertig haben, einmal herschickten. Wir könnten dann an der Hand der Zeichnungen mit Fachleuten über die Reproduktionsmöglichkeiten sprechen. Um Mühe zu ersparen, wird es genügen, wenn Sie die Zeichnungen numerieren, wir werden uns dann schon ein Bild machen können. Also vielleicht sind Sie so liebenswürdig, uns die Zeichnungen herzuschicken?

Mit besten Grüssen Bruno Cassirer

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